Rezensionen/Reviews

CD "JUST IN TIME" (Acoustic Music Records 2007)

 

I last wrote about Willie Salomon in a review of his Country Blues & More where I spoke of his “natural and unforced singing style and impressive guitar technique that is always in the service of the music”.  A thumbnail sketch of this new release could be “more of the same that’s just as good and sometimes better.”   This time out we find Salomon essaying compositions from the likes of Muddy Waters, Furry Lewis, two from the Reverend Gary Davis, John Long, and Booker White but the best news is that he has upped the ante of original songs from three to a total of eleven.  His husky voice is as believable as ever, and, on his tune “Back on the Road”, it bears an uncanny resemblance to that of Lightnin’ Hopkins, one of my all-time favorites.  It seems no instrument Salomon picks up is immune to his talented touch; his rack harp chorus at the end of “Gambler’s Blues” (his reworking of St. James Infirmary) is impressive and he turns to acoustic piano on his idol John Long’s “Pressure Cooker ‘Bout to Blow” and on the last track, a rousing knuckle-buster he calls “Memphis Boogie”.  Many of his originals are instrumentals like it and the appropriately titled “Dreams”, where he employs some Jazz-flavored chords on the introduction.Like his former Acoustic Music disc, the sound is superb throughout and his comments on each tune are appreciated.  

For my thinking Willie Salomon is a guitar god and Blues hero for today.

Cadence Magazine (USA, APR-JUN 2008)


Magnífico y excelente ejercicio de country blues intenso y bien acabado. Willie Salomon pasea sus blues y sus rags con orgullo y satisfacción en un disco completo, lleno de fuerza pero sobre todo de sensibilidad. En esta grabación encontrareis pasión y entrega a todas y cada una de las diecisiete piezas que integran el magnífico álbum, que podría compararse a una ‘masterclass’ de blues del Delta y de Piedmont. Salomon es un cantante y guitarrista que también toca el piano y la armónica y ello con el verdadero espíritu de los auténticos y honestos bluesmen, apasionados y enamorados del género de los doce compases. Willie emplea exclusivamente antiguas guitarras Gibson y Resonator, estas son las que le dan el verdadero y único sonido que es el que vaís a oir en este disco si decidis haceros con una copia del mismo. Reminiscencias de Muddy Waters, Reverend Gary Davis, Mississippi John Hurt, Robert Johnson, Louisiana Red o Furry Lewis es lo que vaís a encontrar si escuchais a este fino estilista del blues. MUY BUENO.

Marvellous and excellent exercise of intense well done country blues. Willie Salomon brings his blues and rags with satisfaction and pride on a complete powerful record but, at the same time, full of sensitivity. You will find passion and devotion along the seventeen tracks included on that interesting album, quite similar to a Delta and Piedmont blues masterclass. Salomon is a singer and guitar player that sometimes plays piano and harmonica and he does it with the true spirit of real honest bluesmen who deeply love twelve bar music. Willie only plays vintage Gibson and Resonator guitars that give the real unique sound you will find if you get a cd copy. Also many and different Muddy Waters, Reverend Gary Davis, Mississippi John Hurt, Robert Johnson, Louisiana Red or Furry Lewis references along the whole work of this fine blues stylist. GREAT.

La Hora Del Blues  (Spain 04/08)
Quarterly CD Reviews


Der gebürtige Straubinger mit amerikanischen Wurzeln hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass er zur 1. Liga der Fingerpicker aber auch Country-Blues-Slide-Gitarristen zählt. "Just In Time" dürfte diesen Ruf festigen. Auf siebzehn Tracks - elf davon aus eigener Feder - bietet Salomon eine spannende Reise durch akustischen BLues, Folk, Ragtime, Gitarreninstrumentals verschiedener Prägung und Jitterbug, eingespielt mit historischen Gibson- und Resonator-Gitarren, auf "Pressure Cooker 'Bout To Blow" und "Memphis Boogie" auch mit dem Piano. Salomon verbindet excellente Technik mit dem nötigen, authentischen Feeling und entstaubt  dergestalt auch Covermaterial wie  Furry Lewis' "Goin' To Brownsville" oder Booker Whites "Jitterbug Swing". Interessant auch der auf "St.James Infirmary" aufbauende "Gambler's Blues". Handmade music wie sie sein soll.

Concerto (Austria)
Februar/März 2008


Gute Musik braucht keinen großen technischen Aufwand. Jüngster Beweis: Willie Salomons neue CD "Just In Time". Aufgenommen in seinem Regensburger Appartment, zeigen die 17 Songs genau das, was Blues braucht: Gefühl und Hingabe. Die Musik steht im Vordergrund, nicht irgendwelche überflüssigen Dreingaben. Der gebürtige Straubinger hat sich seit vielen Jahren in der Spitze der Bluesgitarristen etabliert und zeigt auch auf dieser CD warum. Egal, ob er seine sieben Eigenkompositionen spielt, Traditionelles arrangiert oder Bluescovers intoniert, Salomon zeigt in jedem Moment Größe, Können und pures Gefühl. Da klingt alles stimmig, harmonisch und nichts wirkt vordergründig und aufdringlich. Ein perfektes Bluesalbum.

Alois C. Braun
RSZ Regensburg 11/07


Der in Bayern geborene Bluesgitarrist Willie Salomon verbrachte seine Kindheit und Jugend zwischen New York, Denver, Memphis, Regensburg und München. Heute lebt er in Deutschland und macht sich von hier aus international einen Namen als Country-Blues Gitarrist und Sänger.

Sein Album „Just in Time“ beinhaltet 17 rein akustisch aufgenommene Bluessongs. Neben acht Eigenkompositionen und sechs Cover Versionen gibt es drei traditionelle Stücke zu hören. Eingespielt wurde die CD in zwei Monaten in Willies Wohnung im Alleingang. Salomon spielt neben verschiedenen klassischen Bluesgitarren das Piano und die Mundharmonika.

Das Album beginnt mit einer fetzigen Version von „Country Boy“, das bereits Muddy Waters gecovered hat. Salomon hat viele seiner Vorbilder bei seinem Aufenthalt in den USA in den 70ern persönlich kennen gelernt, unter anderem auch Muddy Waters. Beeindruckend ist die Sammlung klassischer Bluesgitarren, mit denen er die CD aufgenommen hat, wie zum Beispiel verschiedene alte Gibson Gitarren. Überhaupt fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt. Solch mitreißenden und 100-prozentig authentischen weißen Blues kriegt man heute nicht mehr oft zu hören, und dann noch in Deutschland. Mit seiner instrumentalen Ballade „Dreams“ hat Salomon auch ein wunderschönes, fast klassisch anmutendes, romantisches Stück auf einer Gibson L-O aus dem Jahr 1939 eingespielt. Der traditionelle „Gambler’s Blues“, der auch unter den Namen „St. James Infirmary“ bekannt ist, begeistert mit toller Bluesgitarre, Gesang, Mundharmonika und genialen Rhythmuswechsel.

Als ich die CD zum ersten Mal auf meinem Discman am Busbahnhof angehört habe und dabei unweigerlich im Takt mitklopfen musste, sahen mich meine Mitmenschen mit einem skeptisch, ja fast schockierten Ausdruck an; sie konnten die Musik ja nicht hören. Auf dem Cover sollte stehen: „Warnung! Beim Abspielen mit Kopfhörern in der Öffentlichkeit könnten Sie sich missbilligende Blicke einfangen“.

Adolf 'gorhand' Goriup
FOLKWORLD


Blues aus den 20er bis 40er Jahren mit eigener Note spielt und singt der feinfühlige Musiker aus Bayern, der Teile seiner Kindheit in den USA verbrachte. Nicht nur mit der Gitarre - Willie Salomon besitzt zahlreiche Originalinstrumente aus der Zeit, in der die von ihm bevorzugten Stücke entstanden -, sondern auch am Klavier versteht er sich zu artikulieren. 1981 beeindruckte er mit der LP Moon Goin’ Down, die auch eigene Songs enthielt, doch aus privaten Gründen zog er sich 1985 für zehn Jahre aus der Musikszene zurück. Erst 2001 erschien sein zweites Album, das dritte folgte im Dezember 2004. Mit den authentischen Kompositionen auf Just In Time stellt er nun seine Qualitäten abermals unter Beweis. Salomon überzeugt durch seine warme Stimme, sein ausgefuchstes Slide- und Fingerpicking-Spiel und nicht zuletzt durch gelegentliche Mundharmonika- und Pianoeinlagen.

Schon mit dem ersten Titel „Country Boy“ hat er sich die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer verdient. Akustischen Folk-, Country- und Delta-Blues bringt er bei „Memphis Boogie“ und „Back On The Road“ auf den Punkt. Mit dem Titelstück „Just In Time“ ist auch Romantisches vertreten. Durchaus zu vergleichen ist Salomon mit dem als „Best White Blues Player“ gelobten Amerikaner Paul Geremia, mit dem er auch schon auf der Bühne stand. Fazit: Seine neue Platte ist uneingeschränkt zu empfehlen und gehört in jede Sammlung von akustischem Blues.

Annie Sauerwein
FOLKER 11/07


Sein Spiel ist reich und komplex, besitzt dennoch diese spielerische Leichtigkeit, die der inhaltlichen Schwere gegenüber steht. Traumhaft ist sein Ton. Für jeden Song sorgsam überlegt, benutzt Salomon authentisches Handwerkszeug, um den Charakter des jeweiligen Stückes zu unterstützen. Für seine Version des bereits von Rev. Gary Davis und Blind Boy Fuller intonierten ‚Mountain Jack Blues‘ hat er den reichen und vollen Ton seiner 1945er Gibson Southener Jumbo gewählt, die gar nicht so „boomy“ rüberkommt wie oft attestiert, während er für den traditionellen Slide-Country-Blues ‚Catfish’ zur vergleichsweise zierlichen Kay Kraft greift und im großartig groovenden Ragtime-Blues ‚Mistreatin’ Woman Blues’ zur Gibson L-00. Ganz natürlich klingt sein Picking inklusive schöner Slide-Fills im Muddy-Water-Song ‚Country Boy’, für den er auf seine 1930er National Triolian zurückgreift – Salomon spielt den Blues stilvoll, wie nur wenige Gitarristen hierzulande. Und abgesehen von seiner angenehmen Stimme spielt der Mann auch noch ein ordentliches Boogie-Piano, wie er auf ‚Pressure Cooker Bout To Blow’ zeigt. Auf dieser Platte klingt alles genau richtig.

Stefan Woldach
AKUSTIK GITARRE 06/07


Willie Salomon’s last release “Country Blues and More”, also on Peter Finger’s prestigious Acoustic Music label, quite rightly attracted much praise from reviewers all over Europe, the UK and USA, so the follow-up had a lot to live up to.  As it turns out, Mr. Salomon has not only maintained the high standard of his previous issue, but improved on it.  “Just In Time” is again a completely solo effort, but this time Willie adds a couple of piano tracks and a bit of harmonica playing to complement his superb acoustic guitar skills.

The 17 tracks presented here are a mixture of originals and reworkings of country blues classics, some with vocals (very confident) and some instrumental pieces.  The latter include three self-penned tunes called “Cherry Blossom Rag”, “Rainy Day Blues” and “Dreams”.  The original songs include the album’s title track and the very pleasing “Mistreatin’ Woman Blues” played on a lovely sounding 1933 Gibson L-00 guitar.  In fact, guitar anoraks will be delighted to see that Willie’s informative liner notes include details of the guitars played.

The piano tracks are the instrumental “Memphis Boogie” and a song dedicated to John Long, one of Willie’s early mentors, “Pressure Cooker 'Bout To Blow” with some great blues imagery in the words.  Apart from John Long, when in the States Willie met Furry Lewis, whose “Goin’ To Brownsville” is included in this collection played on a wooden-bodied National.  Other covers include songs by Rev. Gary Davis, Muddy Waters and Bukka White.  “Take Me Back” which has been recorded by various people is often most associated with Memphis guitarist, Frank Stokes and Willie really does it justice here with a great version – again on that little Gibson (is it a sin to covet your neighbour’s vintage Gibson guitar?).

This album is one that Willie Salomon can be proud of and one that not only keeps the country blues tradition alive, but also moves it forward. Highly recommended.

Rating: 9

Michael Prince
Blues In Britain, August 07